Montagsausflug nach Lüttich

Noch ein Montagsausflug in meinem Urlaub, diesmal nach Lüttich / Liège.

Unser erstes und huptsächliches Ziel war das Museum Grand Curtius. Im verwinkelten und weit verzweigten Museumsbau befinden sich unterschiedliche Sammlungen. Neben Exponaten aus Glas haben wir uns auch die Ausstellung von Waffen angesehen. Vor allem aber haben uns die Themenbereiche “Mittelalter” und “Spiritualität” interessiert.

Direkt gegenüber dem Museum steht die katholische Kirche St. Barthélmy mit ihrem einzigartigen Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert:

… und auch sonst ist Lüttich eine sehenswerte Stadt:

Vor der Rückfahrt wollte ich gerne noch irgendwo gemütlich einkehren. Die Wahl fiel auf einen Abstecher nach Eupen. Mehr oder weniger zufällig konnten wir uns dann auch noch kurz die Pfarrkirche St. Nikolaus ansehen. Es hat sich gelohnt.

Abtei Maria Laach und Umgebung

Sonntagsausflug am Montag: Mit einem guten Freund habe ich einen Tagesausflug zur Abtei Maria Laach gemacht. Hauptsächlich wollten wir uns die Bogler-Ausstellung anschauen, die noch bis zum 11. August dort zu sehen ist. Danach hat sich bei einem guten Kaffee noch ein nettes Gespräch ergeben.

Außerdem haben wir die Kirche erkundet und in der Gärtnerei, dem Buchladen und dem Hofladen den ein oder anderen Euro gelassen.

Es blieb dann nur noch relativ wenig Zeit, auch noch einen kleinen Abstecher zum See zu machen. Eigentlich hätten wir uns problemlos auch zwei Tage auf dem Abteigelände beschäftigen können, ohne uns zu langweilen.

Noch ein Ort, an den ich unbedingt wieder hin muss …

KölnTag – Museumstag

KölnTag: Am ersten Donnerstag im Monat ist für Menschen mit Kölner Adresse im Personalausweis der Eintritt in den städtischen Museen kostenlos. Außerdem haben diese Museen dann verlängerte Öffnungszeiten (bis 22 Uhr). Normalerweise hilft mir das nicht viel, weil ich donnerstags Choralprobe habe. Diesmal musste die Probe allerdings just an diesem Donnerstag ausfallen. Darum habe ich spontan Urlaub genommen und bin durch Kölner Museen gestreift.

Begonnen habe ich mit dem Wallraf-Richartz-Museum. Vor allem die 1. Etage mit schwerpunktmäßig Bildern aus dem Mittelalter hat es mir angetan. Über 160 Fotos waren die Ausbeute. Interessant war für mich vor allem, die Ähnlichkeit der ältesten Bilder zu den Ikonen zu sehen und die Farbigkeit im ach so finsteren Mittelalter.

Auch der 2. Etage mit Werken aus dem Barock habe ich einen Besuch abgestattet. So direkt nach den mittelalterlichen Bildern war es allerdings nicht so einfach, mich darauf einzulassen. Das hat sich auch in der deutlich geringeren Anzahl an Fotos gezeigt. Da werde ich also sicher nochmal hin müssen.

Nach so viel Input musste ich mich – bevor es weiter ging – erst einmal bei einem Eiscafé erholen. Schließlich nannte sich das ja Urlaub.

Frisch gestärkt habe ich mir dann noch die Domschatzkammer angeschaut. Leider ist dort fotografieren verboten. 🙁

Direkt neben dem Dom steht das Römisch-Germanische Museum, mein nächster Anlaufpunkt und das Abtauchen ein eine noch frühere Zeit.

Den Abschluss meine Museumstages bildete eine Führung im Museum Schnütgen. Es ging dabei um die Frage “Was sind Paramente?”Das Museum selbst ist wirklich sehr sehenswert, die Führung war es dagegen eher nicht.

Die kunstgeschichtlichen Anteile, die Datierung der Stoffe etc., mögen ja so stimmen, aber die liturgischen Erklärungen waren absoluter Unsinn – bis hin zur falschen Reihenfolge der Paramente beim Bischof, der Verwechslung von Chorkleidung und Messornat und der despektierlichen Bezeichnung „Pontifikalschühchen“. Ich durfte mir auch die Mär von den roten Prada-Schuhen des Papa emeritus anhören und dass es heute sowas wie Pontifikalschuhe und Pontifikalhandschuhe ja nicht mehr gibt.
Dafür kannte die Führerin als Casel nur die Bassgeigenform und hielt eine Glockencasel für ein Pluviale. Die gute Frau hat sich wohl ein paar Dinge angelesen, aber falsch angewandt. Die einzelnen Paramente wurden alle richtig benannt, aber die Zusammenhänge überhaupt nicht verstanden.In der Kategorie “kompetentes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit mag sie zwar ganz gut abschneiden, aber das hat das Ganze nicht besser gemacht.
Zum Glück habe ich für diese Führung nicht auch noch Geld gezahlt. 😕

Trotz des etwas frustrierenden Abschlusses, war der Museumstag eine insgesamt sehr gelungene Angelegenheit. Leider werde ich auch künftig nur selten Gelegenheit dazu haben, den KölnTag zu nutzen (s.o.), aber der nächste Urlaub ist in Sichtweite …

Tagesausflug nach Xanten

Nachdem ich am Fest Christi Himmelfahrt vornehmlich (und reichlich!) durch die Botanik gestapft bin, hatte ich mich am Montag kurzfristig entschlossen, den Urlaubstag in Xanten zu verbringen. Mein erster Besuch in der niederrheinischen Stadt ist bereits einige Jahre her und ich kann mich kaum noch daran erinnern. Deshalb habe ich mich gefreut, endlich mal wieder dorthin zu kommen, gemeinsam mit einem lieben Mitbruder.

Begonnen haben wir den Ausflug mit einem ausgiebigen Besuch im Dom St. Viktor mit seinem wunderbaren Kreuzgang.

Nach einem hervorragenden Mittagessen am Markt mussten wir uns dann doch etwas beeilen, um noch ausreichend Zeit für den Archäologischen Park – Die römische Stadt Colonia Ulpia Traiana – zu haben. Für das weitläufige Gelände waren knapp zwei Stunden ein sehr engagiertes Unternehmen. Gelohnt hat es sich aber auch trotz des begrenzten Zeitrahmens.

Für Museumsbesuche hat die Zeit leider nicht mehr ausgereicht. Viel zu viel gab es zu sehen! Zum Abschluss haben wir aber noch ein wenig die Stadt selbst auf uns wirken lassen.

Dieser Urlaubsmontag war ein rundum gelungener und entspannter Tag in einer sehr interessanten Stadt. Für die Museumsbesuche und das sonst noch Ungesehene muss ich da unbedingt noch mal hin (oder mehrmals).

Auf Schusters Rappen – Beten auch mit den Füßen

Trotz der eher ungünstigen Wetterprognosen hatte ich mich kurzfristig entschlossen, – statt am Katholikentag – mit einem lieben Mitbruder als Fußpilger am 791. Gymnicher Ritt teilzunehmen. Nun bin ich ansonsten eher der Typ Stubenhocker und hatte gehörigen Respekt vor den etwas über 12 Kilometern Fußweg bei vermutlich Regen und evtl. Gewitter.

Regen und Gewitter sind allerdings schonmal nahezu komplett ausgeblieben, von ein paar verirrten Tröpfchen abgesehen. Eigentlich war es sogar ziemlich optimal, aber sowas zeigt sich ja erst im Nachhinein. Also habe ich mich gegen 9.00 Uhr mit den anderen Fußpilgern betend aufgemacht und die Dinge auf mich zukommen lassen.

Nach einiger Zeit findet man ganz gut in den Rhythmus von Gehen und gemeinsamem Rosenkranz. Auch wenn ich mit den Gedanken nicht immer ganz bei der Sache sein konnte, wurde das Gebet doch weiter getragen – im wortwörtlichen Sinn: Beten mit den Füßen

Drei Stunden und 10 Rosenkränze später, und nachdem dann kurz vor Ende die Reiter zur Prozession hinzu gestoßen sind, konnten wir am Rittplatz vor St. Kunibert in Gymnich den Abschluss mit Sakramentalem Segen feiern.

Die nackten Fakten:

  • knapp 300 Fußpilger
  • knapp 140 Reiter / Pferde
  • etwas über 12 Kilometer
  • ca. 3 Stunden
  • 10 Rosenkränze
  • Segen mit einem Kreuzpartikel
  • Sakramentaler Segen

Bisher habe ich mir nie vorstellen können, an solch einer Veranstaltung teilzunehmen. Noch weniger hätte ich mir vostellen können, im Anschluss noch mit Freunden einen relativ ausgiebigen Ausflug zu unternehmen.

Alles in Allem, ich bin gestern so weit zu Fuß gelaufen wie (vermutlich) noch nie vorher. Der Schrittzähler in meinem iPhone sagt dazu:


Folgen dieses Himmelfahrtsfestes:

  • “Gnadenvergiftung” 😉
  • Überdosis an “Gegend” 😉
  • “Frischluftvergiftung” 😉
  • Muskelkater 😉

 

Frühling außer Haus

Beim Sonntagsausflug zum Schloß Benrath und nach Zons zeigte sich der Frühling von ganz unterschiedlichen Seiten:

Blumen und frisches Grün

Nachwuchs

Dramatische Wolken über Schloss Benrath und an der Fähre Zons

Um das Schloß herum gab es übrigens eine hohe Dichte an Brautpaaren und eine Erstkommuniongesellschaft. Ich vermute mal, die hätten sich für Ihre Erinnerungsfotos schöneres Wetter gewünscht.

Mündige Christen

Vom “mündigen Christen” hören wir in der kirchlichen bzw. kirchenpolitischen Diskussion meist dann, wenn man sich von der Lehre der Kirche absetzen will (oder sie zumindest zu ignorieren gedenkt). P. Engelbert Recktenwald erinnert in seinem Podcast daran, was den wirklich mündigen Christen ausmacht.

Weitere interessante Beiträge auf dem Podcast
“Recktenwalds Essays – Essays über Philosophie und Theologie”

Frohe Ostern!

“Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.”
(1. Korinther 15, 13-14)

Die Sünde hassen, den Sünder lieben

Gastbeitrag von Manfred Barnabas Loevenich SJB

“Als ob Liebe zur Menschheit und Hass auf Unmenschlichkeit nicht miteinander vereinbar wären!“

So konstatiert der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton (1874-1936), der einer breiteren Öffentlichkeit heute vor allem durch die Kriminalromane um die Figur “Pater Brown” bekannt ist. In der 1908 erschienenen Essay-Sammlung “Orthodoxy” merkt der damals 34 Jahre alte Roman- und Theaterautor, Essayist, Dichter und Apologet, der 1922 zur Römisch-Katholischen Kirche konvertierte, weiter an:

“Altruisten mit dünnen, schwachen Stimmchen schimpfen Christus einen Egoisten. Egoisten (mit noch dünneren, schwächeren Stimmchen) schimpfen ihn einen Altruisten. Im Klima unserer Zeit sind solche Kritteleien verständlich genug.

Die Liebe eines Heiligen ist furchtbarer als der Hass eines Tyrannen. Der Hass eines Heiligen ist großherziger als die Liebe eines Philanthropen. Es gibt eine ungeheure, heroische Heiligkeit, von der die Heutigen nur mehr Splitter zusammenlesen können. Es gibt einen Riesen, dessen abgehackte Arme und Beine wir umherwandeln sehen.

Sie haben die Seele Christi in alberne Streifen zerrissen und ihnen das Etikett Egoismus und Altruismus angeheftet; seine wahnwitzige Gestalt stellt sie eben so sehr vor Rätsel wie seine wahnwitzige Sanftmut.

Da sie ihn aber gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum; der Rock aber war ungenäht, von oben an gewebt durch und durch.”

Quelle: Gilbert Keith Chesterton, Orthodoxy (1908); hier zit. nach: Ders., Orthodoxie, Eine Handreichung für die Ungläubigen, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2000; neu übersetzt von Monika Noll und Ulrich Enderwitz, Fe-Medienverlag, Kißlegg 2015, S. 93-94.

Christus reinigt den Tempel, Gemälde von Bernardino Mei, um 1655, Getty Center Los Angeles

Heute ist der Begriff “Hass” generell diskreditiert, aber zu Recht? Im 54. Kapitel der Regel des heiligen Benedikt von Nursia (um 480-547) werden – exemplarisch am Vorbild des Abtes – die Maximen verantwortlichen Handelns dargelegt.

Dort heißt es (Regula Benedicti (RB) 64,7-11):

“Der eingesetzte Abt bedenke aber stets, welche Bürde er auf sich genommen hat und wem er Rechenschaft über seine Verwaltung ablegen muss. Er wisse, dass er mehr helfen als herrschen soll. Er muss daher das göttliche Gesetz genau kennen, damit er Bescheid weiß und einen Schatz hat, aus dem er Neues und Altes hervorholen kann. Er sei selbstlos, nüchtern und barmherzig. Immer gehe ihm Barmherzigkeit über strenges Gericht, damit er selbst gleiches erfahre. Er hasse die Fehler, er liebe die Brüder. Muss er aber zurechtweisen, handle er klug und gehe nicht zu weit …”

An anderer Stelle der Regel des heiligen Benedikt, in Kapitel 4 bei den “Werkzeugen der geistlichen Kunst” – heißt es ganz grundsätzlich: “Niemanden hassen.” (RB 4,65)

“Hass” nicht gegen Personen, aber angesichts eines verkehrten Zustandes (Fehler, Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit oder etwa, wie in RB 4,60 gegenüber dem “Eigenwillen”) ist also bei St. Benedikt durchaus nicht verboten, sondern vielmehr geboten. Er ist die spiegelbildliche Seite der (leidenschaftlichen!) Liebe zum Guten.

Dies ist ein interessanter Gedanke in einer Zeit, in der “Hass” (“hate”) per se zum K.O.-Kriterium erhoben wird.

Dienst wertschätzen

Als Christen – erst recht als kirchlich Engagierte – leben wir in der paradoxen Situation, dass einerseits häufig von Wertschätzung die Rede ist, andererseits von “innen” und “außen” erwartet wird, dass wir uns selbstlos engagieren. Dienste, die im Hintergrund geschehen, sind vielleicht auch deshalb so unbeliebt.

Aber neu sind diese Probleme ganz und gar nicht. Bereits in den neutestamentlichen Briefen kommt Paulus gleich zweimal darauf zu sprechen:

“Wer zieht denn in den Krieg und zahlt den eigenen Sold? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von seiner Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde? Sage ich das nach menschlichem Gutdünken? Sagt das nicht auch das Gesetz? Denn im Gesetz des Mose steht geschrieben (5. Mose 25,4): »Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.« Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? Oder redet er nicht überall um unsertwillen? Denn um unsertwillen ist es geschrieben.” (1. Korinther 9,7-10a)

“Die Ältesten, die der Gemeinde gut vorstehen, die halte man zweifacher Ehre wert, besonders, die sich mühen im Wort und in der Lehre. Denn die Schrift sagt (5. Mose 25,4): »Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden«; und: »Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert«. Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an ohne zwei oder drei Zeugen.” (1. Timotheus 5,17-19)

Paulus spricht hier in erster Linie von finanzieller Versorgung. Im ehrenamtlichen Dienst spielt aber Anderes eine größere Rolle. Viel fruchtbarer Dienst wird behindert oder sogar gänzlich verhindert, weil mit den Aufgaben nicht auch entsprechende Kompetenzen abgegeben werden. Wer will, dass Menschen eine Arbeit tun, kann nicht alles klein- / kleinstteilig kontrollieren wollen, sonst degradiert er sie zu Handlangern. Wem ein Dienst anvertraut wird, der übernimmt damit auch in einem gewissen Rahmen die Verantwortung. Die Währung, mit der ein ehrenamtlicher Dienst entlohnt wird, ist das Vertrauen und ein entsprechender Handlungsspielraum. Das ist mehr wert, als Dankesworte und eine Ehrung einmal im Jahr – auch wenn die natürlich nicht ausbleiben sollen.

“Dass alle eins seien…” – Glieder am Leib

Pünktlich zu meinem Namenstag 😉 ging der Relaunch der Website der Hochkirchlichen St. Johannes-Bruderschaft online. Darin findet sich auch ein kleiner Text darüber, wie das Sein in der Bruderschaft meinen Alltag beeinflusst:

Leben in der Bruderschaft

“Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer. Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.” (1. Kor. 12, 20-21)

… und der gute Einfluss wird euch frei machen

Die Botschaft des Heiligen Vaters zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel wird in der Regel jeweils zum 24. Januar, dem Gedenktag des hl. Franz von Sales (Schutzpatron der Journalisten), veröffentlicht. In Deutschland wird dieser Welttag am zweiten Sonntag im September begangen.

Das Online-Magazin “Kirche und Leben” titelt dazu “Papst Franziskus fordert Kampf gegen Fake News”. Dort heißt es:

“Medienvertreter müssten sich bemühen, tatsächliche Ursachen von Konflikten zu ergründen, um Anregungen zur Lösung anzubieten.”

Meine spontane Reaktion:

“Medienvertreter müssten sich bemühen, tatsächliche Ursachen von Konflikten zu ergründen …” – Ja, das wäre sehr zu begrüßen!

“… um Anregungen zur Lösung anzubieten.” – Das ist nicht die Aufgabe des Journalismus, sondern der Politik und des gesellschaftlichen Engagements.

Neben einer Absage an Fake-News plädiert Papst Franz für einen »Journalismus für den Frieden«.

Auch dazu meine erste Reaktion: »Journalismus für den Frieden«? Tut mir leid, aber unser Pontifex hat das Prinzip der neutralen Berichterstattung offenbar nicht begriffen. Die Medien sollen umfassend und wahrheitsgemäß berichten. Mir gibt es bereits jetzt schon zu viel interessegeleiteten Journalismus, der nach eigener Agenda aussucht, was und wie er berichtet. Mir wäre es lieber, wir kämen wieder zu den journalistischen Tugenden zurück, wo z.B. zwischen Bericht und Kommentar scharf getrennt wird. Journalismus “für” was auch immer geht beim Pfarrbrief, aber nicht bei den Medien, aufgrund deren Informationen wir uns in unserer Demokratie ein eigenes Bild machen sollen.

Auch das Domradio schreibt dazu mit ähnlichem Tenor.

Ein Urteil wollte ich mir aber erst bilden, nachdem ich mir die gesamte Verlautbarung – zugegeben in einer Übersetzung – durchgelesen habe. Doch auch danach wollte sich keine Erleichterung einstellen.

Nachdem unser derzeitiger Pontifex sich gegen Fake-News wendet, weil man dabei “sogar riskiert, sich zum unfreiwilligen Verbreiter parteiischer Meinungen zu machen, die jeder Grundlage entbehren”, setzt er diesem Statement allerdings einen “relationalen” Wahrheitsbegriff entgegen:

“Die Wahrheit ist das, worauf man sich stützen kann, um nicht zu fallen. In diesem relationalen Sinn ist das einzig Zuverlässige und Vertrauenswürdige; das einzige, worauf wir zählen können; das einzig „Wahre“ der lebendige Gott. So kann Jesus ja auch sagen: „Ich bin die Wahrheit“ (Joh 14,6).

(…)

Wenn wir die Wahrheit erkennen wollen, müssen wir zwischen dem unterscheiden, was der Gemeinschaft und dem Guten zuträglich ist, und dem, was dagegen dazu neigt zu isolieren, zu spalten, Gegensätze zu schüren.”

(Mit Bezug zu Johannes 8, 32: “…und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.”)

Ich kann mir nicht helfen, aber auch in der originalen Botschaft zum Mediensonntag scheint mir der aktuelle Papst den Nanny-Medien das Wort zu reden. Meines Erachtens ist es die Aufgabe der Medien, möglichst objektiv zu berichten und unterschiedliche Lösungsansätze zu nennen, nicht diese selbst zu finden. Das wäre die Aufgabe der Politik, des gesellschaftlichen Engagements oder meinetwegen des Kommentars. Das aber wird erschwert, wenn Journalismus selbst zur Weltdeutung wird.

Wenn ein Journalismus gefordert wird, “dem es nicht nur darum geht, Nachrichten so schnell und lukrativ wie möglich „an den Mann zu bringen“, sondern der die tatsächlichen Ursachen der Konflikte zu erforschen sucht, um ihre Wurzeln verstehen und durch die Anregung guter Handlungsweisen überwinden zu können; ein Journalismus, der sich nicht vom Strudel der Sensationsgier und der verbalen Gewalt mitreißen lässt, sondern lieber nach alternativen Lösungen sucht, dann wird letztlich dem Leser die Mündigkeit und Kompetenz abgesprochen, aufgrund von Informationen eigene Rückschlüsse zu ziehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Sorry, aber ich wünsche mir einen anderen Jornalismus!

Sancte Francisce (Sales.), ora pro nobis!

Zwischen Ochs und Esel

Ochse und Esel gehören in nahezu jede Krippe oder Krippendarstellung. Mich erinnert der Anblick an das französische Weihnachtslied “Entre le boeuf et l’âne gris”, das mich in einer deutschen Version seit Jugendchorzeiten begleitet. An diesem 6. Weihnachtstag – bevor die Weihnachtsoktav vom Silvestertrubel abgelöst wird – hier also eine Jugenderinnerung.

Französisches Original Deutsche Version
(Wörtliche Übersetzung bei Wikipedia)
Entre le boeuf et l’âne gris
Dort, dort, dort le petit fils.
Mille anges divins,
Mille séraphins,
Volent à l’entour de ce Dieu d’amour.
Zwischen dem Ochs und dem Eselein
schläft, schläft, schläft das Söhnelein.
Tausend Engel sind
bei dem lieben Kind,
loben Gottes Sohn. Kyrie eleison.
Entre les deux bras de Marie
Dort, dort, le Fruit de Vie.
Mille anges…
Zwischen den Armen der Jungfrau rein
schläft, schläft, schläft das Söhnelein.
Tausend Engel sind …
Entre les roses et les lys
Dort, dort, dort le petit fils.
Mille anges…
Zwischen den Rosen und Lilien fein
schläft, schläft, schläft das Söhnelein.
Tausend Engel sind …
En ce beau jour solennel
Dort, dort, dort l’Emmanuel.
Mille anges…
So gut bewacht auf des Herrn Befehl
schläft, schläft, schläft Emmanuel.
Tausend Engel sind …

“Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt’s nicht, und mein Volk vernimmt’s nicht.”
(Jesaja 1, 3)

Weihnachtsdarstellungen aus dem Museum

Vor Kurzem habe ich das Museum Schnütgen besucht, in dem sakrale Kunst des Mittelalters gezeigt wird. Aus meinen Fotos habe ich hier mal ganz unterschiedliche Weihnachtsdarstellungen zusammengestellt – von einer Altarpredella bis zur Paramentenstickerei:

Engelchenlikör

Zutaten:

  • 150 g weiße Schokolade
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei
  • 500 ml Sahne
  • 300 ml Amaretto
  • 200 ml Rum 54 % (zusätzlich, optional)

Zubereitung:

Die weiße Schokolade klein hacken und im Wasserbad schmelzen. Die Schokolade mit dem Zucker, dem Ei und der Hälfte der Sahne in einem großen Topf erhitzen. Dabei immer gut umrühren, dass alles schön glatt wird.

Den Amaretto (und Rum) hinzufügen und ca. 7 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen lassen. Den Rest der Sahne hinzugeben und alles gut vermischen.

Den Likör in eine Flasche abfüllen und am besten im Kühlschrank aufbewahren.


Original gefunden auf Chefkoch.de

PDF zum Ausdrucken
Ein Beitrag für den glutenfreien Adventskalender.

Gerollte Kartoffel-Quiche

Nochmal herzhaft …

Zutaten:

  • 550 g geschälte Kartoffeln
  • 2 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 100 g geriebener Greyerzer
  • 4 Scheiben Kochschinken
  • 6 feine Scheiben Emmentaler
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln reiben. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Die geriebenen Kartoffeln und die Zwiebeln in eine Schüssel schütten. Den geriebenen Käse hinzufügen. Das Ei hinzufügen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Alles gut miteinander vermischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech die Mischung ausbreiten. Für 25 Minuten im Ofen bei 180 Grad backen. Das Blech aus dem Ofen nehmen und für 5 Minuten abkühlen lassen.

Den Kochschinken aufdie gebackenen Kartoffeln legen. Die Emmentalerscheiben auf den Kochschinken schichten.

Den Kartoffelteig nun mit dem Papier einrollen, um die Quiche in Form zu bringen, Die Rolle anschließend wieder ausrollen und von Neuem wieder einrollen, diesmal jedoch ohne Papier.

Die Rolle für 10 Minuten in den Ofen geben, sodass der Käse im Inneren der Rolle schmelzen kann.


Original gefunden auf HeimGourmet

PDF zum Ausdrucken
Ein Beitrag für den glutenfreien Adventskalender.

Marzipanhörnchen

Zutaten:

  • 500 g Marzipanrohmasse
  • 200 g Zucker
  • 2 Eiweiß
  • 1 Zitronanabrieb
  • ½ Fläschchen Bittermandelöl
  • 150 g Mandelblättchen
  • 100 g Kuvertrüre

Zubereitung:

Marzipan, Zucker, Eiweiß, Zitronenschale und Bittermandelöl verkneten.

Mit angefeuchteten Fingern kleine Röllchen Formen in den Mandelblättchen wälzen und zu Hörnchen formen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei 175 Grad auf der mittleren Schiene des Backofens 12 – 15 Min backen.

Auf einem Gitter auskühlen lassen. Die Enden mit der aufgelösten Kuvertüre bestreichen.


Original gefunden auf Chefkoch.de

PDF zum Ausdrucken
Ein Beitrag für den glutenfreien Adventskalender.